Es lebe der weibliche Geist

Was ist das Pfingstwunder?

An Pfingsten wird das Wunder des Heiligen Geistes gefeiert. Aber was ist dieser Geist überhaupt? Früher hatte ich kaum Ahnung, was dieses Fest wirklich bedeutet. An Weihnachten ist Jesus geboren, an Ostern ist er gestorben, aber Pfingsten? Was hat das mit Jesus zu tun? Warum haben wir da zwei Feiertage? Was ist so wichtig an dem Heiligen Geist? Am 50. Tag nach Ostern, steht in der Apostelgeschichte 2,  konnten die Apostel, die gerade einen neuen zwölften gewählt hatten, plötzlich die Botschaft Jesu mit Leichtigkeit verbreiten. Obwohl jeder in seiner eigenen Sprache predigte, konnten Menschen anderer Sprachen alles verstehen. Die Botschaft kam an, direkt ins Herz. Verantwortlich waren Feuerzungen, die die Jünger berührten. Der Geist der Inspiration. Die BeGEISTerung war so groß, dass sie Menschen mitreißen konnten, die vorher mit Unverständnis reagiert hatten, die nichts verstanden. Jetzt auf einmal hatte sich etwas geändert. Das Herz wurde berührt.

 

Das Leben in Liebe

Das Herz ist Sitz der Liebe. Das Gesetz der Liebe „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ steht über allem, wie es auch wieder im Galaterbrief des Paulus steht, zu lesen in Galater 5, 14. Im Geist und nicht im Fleisch leben, das ist das Ziel. Die Frucht des Geistes ist „Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies ist das Gesetz nicht.“(Galater 5, 22-23) Die Früchte des Fleisches werden mit „Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Saufen, Fressen und dergleichen“ beschrieben (Galater 5, 19-21). Klar kann man es leicht so interpretieren, dass die weltlichen Genüsse schlecht, die geistigen gut sind, aber das wäre zu platt. Hier steht Liebe versus Angst, Hass gegen Versöhnung, Krieg gegen Frieden. Mit den Früchten des Fleisches wird man das Himmelreich nicht erlangen. Der wahre Weg ist der Weg der Liebe.

 

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Harmonie von Körper, Geist und Seele

Wenn wir in unserem Alltag gefangen sind, dann vergessen wir gern unseren göttlichen Kern, der auch der Kern der Liebe ist. Die im Galaterbrief erwähnten Früchte des Geistes sind allesamt weich und weiblich. Und erinnern an die weibliche Urkraft, die liebende Urmutter. Im Wurzelchakra ruht diese weibliche Kraft als Shakti, als zusammengerollte Kundalini, die in unserem Astralkörper, dem feinstofflichen Körper, aufsteigen kann, bis zur Vereinigung mit dem männlichen Bewusstsein in der Krone, Vater Himmel, Shiva. Der Astralkörper kann als Geist angesehen werden, der grobstoffliche Körper als „Fleisch“. Wenn wir also nur in unserem Fleisch leben, abgetrennt vom feinstofflichen, dann werden wir krank mit der Zeit. Dann kommen all diese Früchte des Fleisches, wie es im Galaterbrief heißt, zum Tragen. Eifersucht, Zorn, Zwietracht, Neid, Unmäßigkeit und so weiter. Wir sollten uns beidem widmen, dem grobstofflichen Fleisch und dem feinstofflichen Geist. Denn nur wenn wir beides in Harmonie und Balance bringen, dann kann unser göttlicher Kern sich in uns zeigen.

Shakti und Sophia, der weibliche Geist

In der indischen Yogalehre ist es ausdrücklich erwünscht, sich um seinen Körper zu kümmern, sich selbst zu lieben und gleichzeitig Geist und Seele zu pflegen. Wir sind ja in diesem Körper, um grobstoffliche Erfahrungen zu machen, sollten uns aber nicht vollkommen mitreißen lassen. Mitreißen lassen dürfen wir uns höchstens von der Begeisterung wie in der Apostelgeschichte beschrieben und das klappt am besten, wenn wir in vollkommener Harmonie von Körper, Geist und Seele sind. Harmonie herrscht auch, wenn es einen Ausgleich des weiblichen und des männlichen Prinzips gibt. Der weibliche Geist ist im indischen die Urmutter „Shakti“, die die kosmische Energie darstellt. Die ganze Welt ist Energie, also Shakti. Das höchste Bewusstsein ist Shiva, der Herrscher der Krone, die ganze Welt aber ist Shakti. Jeder indische Gott hat seinen weiblichen Aspekt als Ausgleich. Ursprünglich war auch dieser weibliche göttliche Aspekt im christlichen Heiligen Geist: Sophia, die Weisheit.

 

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Verwendete Bibelzitate: Lutherbibel, Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart, 1985